Radprofi Küng: Ohne Druck im ersten Profijahr

Stefan Küng aus dem Kanton Thurgau gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen im Schweizer Radsport. Mit der Tour de Romandie bestreitet er seine erste Rundfahrt als Neoprofi.

Stefan Küng aus Wilen bei Wil im Kanton Thurgau ist 21 Jahre alt, sechsfacher U23-Europameister auf der Bahn, Weltmeister in der Einzelverfolgung und WM-Bronzemedaillengewinner im Zeitfahren. Auf die Frage, welcher Titel als nächster folgt, antwortet Küng lachend: «Titelmässig gibt es wirklich nicht mehr viel zu gewinnen, aber es gibt andere schöne Rennen, die ich mir zum Ziel gesetzt habe.»

Traum Paris-Roubaix

Eines davon ist beispielsweise der Klassiker Paris-Roubaix, das härteste Eintagesrennen im World-Tour-Kalender. Mit dem Start in der «Hölle des Nordens» ging für Küng ein Traum in Erfüllung; auch wenn dann beim Rennen selbst nicht alles nach Wunsch lief. Er habe gelernt, mit Rückschlägen umzugehen, erklärt Küng. Und schliesslich kämen ja noch weitere Paris-Roubaix und andere Rennen, an denen er neue Chancen bekäme.

Aktuell versucht Küng bei der Tour de Romandie sein Bestes zu geben. Vor allem am Einzelzeitfahren vom Samstag. Danach folgt der Giro d'Italia und anschliessend die Tour de Suisse. Das schöne an seiner ersten Saison als Profi sei, dass er ohne Druck an den Start gehen könne und niemand etwas von ihm erwarte, so der 21Jährige.