Ratspräsidium will keine elektronischen Abstimmungen

Im St. Galler Stadtparlament soll weiterhin per Hand abgestimmt werden. Das Ratspräsidium stellt den Antrag, auf ein elektronisches Abstimmungssystem zu verzichten.

Das Stadtparlament St. Gallen bei einer Abstimmung.

Bildlegende: Das Parlament überwies im Jahr 2013 einen Vorstoss, der die Prüfung eines elektronischen Abstimmungssystems verlangte. Keystone

Aus technischen Gründen sei eine drahtlose Anlage nicht möglich, sagt Ratspräsidentin Marie-Theres Thomann-Seiz (SP). Bei der Prüfung möglicher Varianten habe man sich deshalb für eine kabelgebundene Anlage entschieden.

Die Installation dieser Anlage würde 55‘000 Franken kosten. Zu viel, findet das Ratspräsidium. Zudem hätten die Informatikdienste St. Gallen Vorbehalte angemeldet: Die kabelgebundene Variante sei zu wenig sicher.

Das Ratspräsidium sei deshalb zum Schluss gekommen, dass ein elektronisches Abstimmungssystem keinen Sinn mache, so Thomann-Seiz. Der Entscheid sei allerdings knapp gefallen und werde an der Parlamentsdebatte sicherlich für Diskussionen sorgen. Das Stadtparlament entscheidet am 13. Januar über den Antrag des Präsidiums.