Raumplanung ohne Kantonsgrenzen

Die Raumplanung in der Schweiz soll nicht mehr an den Kantonsgrenzen enden. Mit einem gemeinsamen Raumordnungskonzept (Metro-ROK) haben acht Kantone im Metropolitanraum Zürich einen ersten Schritt dazu unternommen. Erarbeitet wurde das Konzept für die Kantone SG, TG, AG, LU, SH, SZ, ZG und ZH.

Wiese in Lachen

Bildlegende: 80 Prozent des künftigen Wachstums soll auf die Stadtlandschaft und die regionalen Zentren entfallen. Keystone

Das Raumordnungskonzept soll den acht Kantonen als Orientierungsrahmen dienen. Es biete eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit im Metropolitanraum Zürich, heisst es am Montag in einer Mitteilung.

Wachstum in den Stadtlandschaften konzentrieren

Unterschieden werden im Metro-ROK vier Handlungsräume mit spezifischen Stossrichtungen: die Stadtlandschaft, die Zwischenlandschaft, die Kulturlandschaft sowie die Naturlandschaft.

Zu allen vier Handlungsräumen macht das Metro-ROK Aussagen zur Wachstumsverteilung sowie zur Abstimmung von Siedlung, Verkehr und Landschaft. So sollen 80 Prozent des künftigen Wachstums auf die Stadtlandschaft und die regionalen Zentren, die restlichen 20 Prozent auf die Zwischen- und Kulturlandschaft entfallen.

Für Roland Scherer von der Universität St. Gallen macht diese Zusammenarbeit durchaus Sinn. Die Kantone hätten immer komplexere Aufgaben zu lösen, die grenzübergreifend angegangen werden müssten, sagt Scherer.

«  Trotz interkantonaler Zusammenschlüsse: Es ist wichtig, die Traditionen und Kulturen der einzelnen Regionen beizubehalten.  »

Roland Scherer
Regionalökonom an der Universität St. Gallen

Scherer spricht sich aber nicht im Grundsatz immer für Zusammenschlüsse aus. Es stelle sich jeweils die Frage, ob eine Kooperation angebracht sei. Und weiter betont Scherer: Wichtig bleibe, dass die Idendität des Einzelnen nicht verloren gehe.