Referendum gegen geplantes Fischereizentrum in Steinach möglich

Im St. Galler Kantonsrat regt sich Widerstand gegen die Zusammenarbeit des geplanten Fischereizentrums mit einem Privatunternehmen. Hier werde versteckte Wirtschaftsförderung betrieben, heisst es bei der SVP.

Behälter mit Jungfischen darin.

Bildlegende: Für die Aufzucht von Fischen braucht das geplante Fischereizentrum warmes Bodenseewasser. Keystone

Das geplante Fischereizentrum soll 13 Millionen Franken kosten und die alte Fischbrutanstalt in Rorschacherberg ersetzen. Kritik gibt es nun aber von  SVP-Kantonsrätin Verena Frick.

Die Parlamentarierin beklagt, dass die geplante Zusammenarbeit bei der Wasserversorgung zwischen dem Fischereizentrum und einer Privatfirma versteckte Wirtschaftsförderung sei.

Abhängig von der Wasserversorgung

Konkret geht es um die Speisung mit Bodenseewasser: Dieses benötigt das Unternehmen als Kühlwasser für seine Produktion. Das Fischereizentrum anderseits benötigt das aufgewärmte Wasser für die Fischzucht.

Das Fischereizentrum wäre also ein Stück weit von der Industrie abhängig. Trotzdem ist das Unternehmen nicht in der Lage, Garantien für den Verbleib in Steinach abzugeben.
Der Kantonsrat wird am Mittwoch über das Fischereizentrum entscheiden. Sollte der SVP-Vorstoss Erfolg haben, müsste das Volk darüber entscheiden.