Region Linth befürchtet Verkehrskollaps

Die Oberlandautobahn (A53) soll ausgebaut werden. So sieht es der neue Richtplan des Kantons Zürich vor. Der Ausbau tangiert das Linthgebiet. Das bestehende, zweispurige Autobahnstück bei Rapperwil sei bereits heute überlastet. Man befürchtet nun, dass der Verkehr in die Dörfer ausweichen könnte.

Autobahn endet in einer Wiese

Bildlegende: Die Lücke zwischen Uster und Hinwil wurde wegen fehlendem Geld und Einsprachen bei der Linienführung nicht gebaut. Keystone

Die A53 endet bei Uster und fängt bei Hinwil wieder an. Dazwischen gibt es eine Lücke. Die A53 ist grundsätzlich vierspurig ausser zwischen Rapperswil und Neuhaus, dort ist die Autobahn nur zweispurig. Und genau da liege das Problem, schreibt die Region Zürichsee Linth.

Würde die Lücke zwischen Uster und Hinwil ausgebaut, gebe es mehr Verkehr, und das bestehende, zweispurige Autobahnstück könne den Verkehr vermutlich nicht schlucken, so Präsident Markus Schweizer.

Die Autobahn rund um Rapperswil sei bereits überlastet. Man wolle verhindern, dass der Verkehr in den Dörfern zunimmt. Die Region Zürichsee Linth macht beim Kanton St. Gallen Druck und will wissen, was er für Massnahmen vorsieht.

Die Probleme seien bekannt, sagt der St. Galler Bauchef Willi Haag. Bereits beim Ausbau der A53 habe der Kanton die Regionen darauf hingewiesen. Und auch im Richtplan des Kantons Zürich sei vermerkt, dass es beim Ausbau zu Engpässen auf St. Galler Boden kommen könne. Um zu handeln, müsse erst der Kantonsrat einen Ausbau des Strassennetzes genehmigen, und auch der Bund müsse endlich entscheiden, ob die A53 ins nationale Strassennetz aufgenommen werde.