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Ostschweiz Religionsunterricht gehört weiterhin zu den Schullektionen

Die St. Galler Regierung hat den neuen Lehrplan genehmigt. In den Schulen wird er ab dem Schuljahr 2017/18 angewandt. Der Inhalt des Lehrplans 21 wurde dabei an kantonale Rahmenbedingungen angepasst: So bleibt der Religionsunterricht in die Volksschule integriert. Die Kirche zeigt sich erfreut.

Kinder in einem Schulzimmer beim Religionsunterricht
Legende: Im Unterschied zu anderen Kantonen bleibt der Religionsunterricht in St. Gallen weiterhin in der Lektionentafel. Keystone

Der bisherige St. Galler Lehrplan stammt aus dem Jahr 1997. Er müsse altershalber und aufgrund des neuen Verfassungsrechts durch ein zeitgemässes Instrument abgelöst werden, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Donnerstag.

Keine grossen Veränderungen

Der neue St. Galler Lehrplan wird in den Schulen ab dem Sommer 2017 angewandt. Er knüpfe an Bewährtem an und stelle den Schulunterricht nicht vor grundsätzliche Veränderungen, heisst es. Auch wenn teilweise neue Begriffe verwendet werden, blieben die meisten Unterrichtsinhalte unverändert.

Die Unterrichtszeit bleibt ebenfalls unverändert. Auch bei der Verteilung der Lektionen auf die Fachbereiche gebe es nur wenige Änderungen. Einzelne Neugewichtungen seien allerdings unerlässlich geworden, «um kantonsspezifische Besonderheiten beizubehalten».

Religionsunterricht bleibt

Eine solche Besonderheit ist der Religionsunterricht. Im Unterschied zu den Vorschlägen im Lehrplan 21 bleibt der Religionsunterricht der Landeskirchen im Kanton St. Gallen weiterhin in die Lektionentafel integriert.

Der Erziehungsrat halte an der kirchlichen Beteiligung der Kirchen am Schulleben fest, steht in der Mitteilung. In den Rahmenbedingungen wurde geregelt, wie viele Lektionen dem kirchlichen Religionsunterricht vorbehalten sind und wie diese vom neuen Fach «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» (ERG) abgegrenzt werden.

Initiative gegen Lehrplan eingereicht

Im Kanton St. Gallen wird die Einführung des Lehrplans 21 bekämpft. Eine im März eingereichte Initiative des Komitees «Starke Volksschule» verlangt den Austritt aus dem Harmos-Konkordat als ersten Schritt. Danach soll dann der Verzicht auf den Lehrplan 21 durchgesetzt werden.

Reaktionen der Kirche

Die katholische und die reformierte Landeskirche zeigten sich erfreut. Religionsunterricht sei ein wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden, heisst es in einer Mitteilung. Die Landeskirchen hätten in diesem Bereich ausgewiesene Kompetenzen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    Die Grundlage der europäischen Kultur sollte mehr denn je gefördert werden.
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  • Kommentar von olga frick, triesen
    Herr schwarb hat ihnen der religionsunterrich so geschadet ?die urschweizer sind katholiken und protestanten .wieso soll unsere kultur und glauben in der schule nichts mehr zu suchen haben .dass sind wir .und es gehört zu uns .wer dass nicht akzeptiert muss nicht in der schweiz bleiben.genügt dass man die kreuze entfernen musste .einschränkung an unsere kultur .wir sollten dass beibehalten was zu uns gehört .
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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit finden auf dieser Welt die meisten Verbrechen und Kriege statt. Religion, welche auch immer, hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, was in den eigenen 4 Wänden stattfindet spielt keine Rolle. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als Religionsfreiheit.
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