Rinder-Tuberkulose beunruhigt St. Galler Kantonstierarzt

Die Rinder-Tuberkulose wird auch in der Ostschweiz zum Thema. Eine Kuh, die aus einem betroffenen Freiburger Betrieb stammt, wird zur Zeit getestet. Zusätzlich beobachtet der St. Galler Kantonstierarzt die Situation in Vorarlberg.

Tiere in einem grossen Stall

Bildlegende: Tuberkulose-Risiko: Ein infiziertes Tier kann andere Tiere aber auch Menschen anstecken. Keystone

Nach Fällen von Rinder-Tuberkulose in einem Freiburger Betrieb wurden erkrankte Tiere getötet. Kühe aus dem Betrieb gelangten aber auch in andere Kantone, unter anderem wurde eine Kuh in den Kanton St. Gallen verkauft.

Die Kuh werde umgehend auf Tuberkulose getestet, sagt der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche. Sollte der Befund positiv sein, werde die gesamte Herde untersucht. Der betroffene Betrieb darf vorläufig weder Tiere verkaufen, noch Milch liefern.

Die Rinder-Tuberkulose kann auch auf den Menschen übertragen werden: Durch direkten Kontakt oder durch unbehandelte Rohmilch. Das Risiko ist laut Bundesamt für Veterinärwesen allerdings gering.

Die Schweiz galt bisher als frei von Rindertuberkulose. In Vorarlberg sind jedoch bereits früher Fälle von Rindertuberkulose aufgetaucht. Ebenso sind Wildtiere infiziert. Da auch Schweizer Kühe den Sommer auf Vorarlberger Alpen verbracht haben, bestehe ein gewisses Ansteckungsrisiko, sagt Kantonstierarzt Albert Fritsche.

Einige Dutzend Tiere, die den Sommer über in einem Vorarlberger Risikogebiet waren, habe man darum bereits getestet. Ein Test erwies sich als unklar, und muss wiederholt werden. Die anderen Tests zeigten keine Ansteckung.