«Roboter werden die Pflegefachkräfte nie ersetzen»

Wie können Roboter in der Pflege von Demenzkranken sinnvoll eingesetzt werden. Forscher der Fachhochschule St. Gallen untersuchen, wie demente Menschen auf Robotersysteme reagieren. Erste Befunde zeigen: Roboter können bei Menschen mit Demenz Emotionen wecken.

Ein Roboter in einem Heim für Demenzkranke.

Bildlegende: Roboter können das Pflegepersonal unterstützen, aber nicht ersetzen. zvg

Der Einsatz von Assistenzrobotern als Unterstützung in der Pflege und Betreuung von Personen mit Demenz ist spätestens seit dem Einsatz der japanischen Pflegerobbe «Paro» Gegenstand von wissenschaftlichen Diskussionen. Die Rede ist jedoch meist von Service-Robotern, die Routineverrichtungen übernehmen. Dass Roboter für die Patienten auch Unterhaltungs- und Kommunikationsfunktionen wahrnehmen können, war bislang so gut wie kein Thema.

«Wir haben positive Befunde»

Eine interdisziplinäre Forschergruppe der Fachhochschule St.Gallen (FHS) und der deutschen Hochschulen Fulda, Bonn-Rhein-Sieg sowie der Technischen Universität Dortmund untersucht nun, ob und wie Menschen mit Demenz auf Roboter in der Pflege und Betreuung reagieren und wie sie mit ihnen kommunizieren.

Der St. Galler Forscher Thomas Beer: «Erste Befunde zeigen, dass Roboter bei Demenzkranken Emotionen auslösen können. Pflegefachkräfte werden durch Roboter allerdings nie ersetzt werden.» Roboter können im besten Fall die Pflege sinnvoll ergänzen, sagt der St. Galler Gesundheitswissenschaftler von der FHS weiter.