«Ruf-Busse» - eine erfolgreiche öV-Alternative

Doris Leuthard forderte unlängst in den Medien Massnahmen gegen unrentable Zug- und Buslinien. Der Kanton Appenzell Innerrhoden setzt seit 13 Jahren auf ein bewährtes System. Davon könnten jetzt andere Kantone profitieren.

Zwei kleinere, gelbe Autobusse für Personentransport

Bildlegende: Sie stehen bereit: Die Passagiere bestellen den Bus per Telefon. SRF

Dem Bund fehlt das Geld für den Regionalverkehr. Sogenannte «Ruf-Busse» - also Post-Taxis auf Abruf - sollen im Schweizer öV verlustreiche Bus- oder Zuglinien ersetzen. Dies forderte Bundesrätin Doris Leuthard kürzlich in den Medien.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden setzt seit 13 Jahren auf solche «Ruf-Busse». Dieses Modell könnte schon bald für weitere Kantone Vorbildcharakter haben: denn das Appenzeller öV-Konzept funktioniert. Die Einheimischen sind begeistert, die Rufbusse meist gut frequentiert.

Seit fünf Jahren verkehren drei solcher Rufbusse, oder Publi-Cars wie sie auch genannt werden, in Innerrhoden. Bedient wird der ganze Kanton, bis auf einen Bezirk, die Exklave Oberegg. Die Kosten belaufen sich auf 700'000 Franken pro Jahr. Der Kanton bezahlt 200'000 Franken. Das sieht nach einem Verlustgeschäft aus, sei es aber nicht, heisst es beim Kanton. Reguläre Buslinien wären massiv teurer.