Run auf billiges Heizöl

Alle Jahre wieder - mit der ersten Kälte beginnt der Run auf Heizöl. Dieses Jahr aber ist er besonders stark. Wegen der höheren CO2-Abgaben bezahlt eine Familie per 1. Januar 2014 rund 200 Franken mehr pro Jahr fürs Heizen. Die regionalen Heizöllieferanten kämpfen mit Engpässen.

Ein aufgeklappter Tanklastwagen mit Schläuchen und Pumpen.

Bildlegende: Hochkonjunktur für Tanklastwagen - die Nachfrage nach Heizöl ist riesig. Keystone

Heizen wird teurer. Ab dem 1. Januar 2014 steigt die CO2-Abgabe, das schlägt auch auf die Heizöl-Preise durch. Auf einen Schlag wird der Liter Heizöl sieben Rappen teuerer. Konkret heisst das: Eine durchschnittliche Familie bezahlt nächstes Jahr rund 200 Franken mehr fürs Heizen.

Die Heizöllieferanten bekommen diese Änderungen zu spüren. Alle wollen bis zum 31. Dezember noch billiges Heizöl bestellen, die Nachfrage sei riesig, sagt man in der Branche. Und man könne sie kaum stillen. Viele haben deshalb aufgestockt - zusätzliches Personal engagiert oder Tanklastwagen dazu gemietet.

Ob das Heizöl im nächsten Jahr aber tatsächlich konstant teurer bleibt, lässt sich nicht voraussagen. Der Ölpreis schwankt von Tag zu Tag und sollte er dereinst wieder tiefer sein, könnte er die durch die CO2-Abgabe bedingte Teuerung wieder aufheben.