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Sanierung Bergbahnen Hilfspaket für Pizolbahnen

Skifahrer auf dem Pizol
Legende: Das Wetter lockt am letzten Wochenende der Saison noch einmal viele Skifahrer auf die Piste. zvg/Pizolbahnen
  • Die Gemeinde Pfäfers hat am Freitagabend als letzte von sechs Gemeinden einem Sanierungsbeitrag zugestimmt.
  • Damit der Sanierungsbeitrag zustande kam, brauchte es die Zustimmung aller Gemeinden. Bad Ragaz, Mels, Sargans, Vilters-Wangs und Wartau haben den Sanierungsbeiträgen bereits zugestimmt.
  • Die Bergbahnen erhalten in den nächsten sechs Jahren vom Kanton St. Gallen und sechs Gemeinden über vier Millionen Franken.
  • Der Kanton unterstützt die Bergbahnen mit maximal 900'000 Franken. Die Standortgemeinden Bad Ragaz und Vilters Wangs steuern je rund eine Million Franken bei.

Die Pizolbahnen schreiben seit Jahren rote Zahlen. Zu wenig Schnee und der starke Franken machten der Bergbahn im Sarganserland zu schaffen. Das Unternehmen leidet unter einem strukturellen Defizit von rund 850'000 Franken pro Jahr. Deshalb setzten die Bahnbetreiber letzten Frühling einen Hilferuf an Kanton und Gemeinden in der Region ab.

Sanierung verfehlte Ziel:

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Bereits vor elf Jahren hatten die Pizolbahnen mit der Sanierung begonnen. Mit Hilfe des Konzepts «Pizol 2010» wurden die beiden Zubringer von Vilters-Wangs und Bad Ragaz erneuert, sowie neue Lift- und Beschneiungsanlagen gebaut. Kanton, Gemeinden und private Investoren sprachen Darlehen.
Der Betrieb wäre laut den Bahnbetreibern zwar finanzierbar. Weil zu hohe Jahreserträge budgetiert worden waren, konnte das Unternehmen die Darlehen jedoch nicht fristgerecht amortisieren. Stark ins Gewicht fallen die hohen Abschreibungen, mit denen die Pizolbahnen unter anderem den Preis für die neue 6er-Sesselbahn und für Beschneiungsanlagen zahlen. Diese Belastungen führten zu einem Bilanzverlust von rund zehn Millionen Franken.

Infos zum Skigebiet:

Die Pizolbahnen
betreiben elf Anlagen, zwei Gondelbahnen, vier Sessel- und vier
Schlepplifte und ein Förderband. Der Jahresumsatz beträgt knapp sieben
Millionen Franken. Im Winter zählt das Skigebiet mit gut 40
Pistenkilometern rund 200'000 Gäste. Im Sommer werden rund 100'000 Gäste befördert.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Mathis Schlegel (Jona)
    Herr Oppligers Aussagen zur Verbesserung der Rentabilität sind sehr wage. Leider zweifle ich daran. Warum passt man die Ticketpreise für Einheimische nicht einfach an? Es sollen 7 - 8000 Tickets für Einheimische gekauft worden sein (Informationen von einem Einheimischen)! Jeder soll Fr. 150.- mehr im Jahr zahlen und schon würde das Problem gelöst sein.......und die "normalen" Steuerzahler, die nichts mit dieser Misswirtschaft zu tun haben, werden nicht belastet.
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