Sanitec-Übernahme fordert Geberit heraus

Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit verbucht nach der Übernahme des Badezimmerkeramik-Herstellers Sanitec einen Wachstumsschub. Die tieferen Margen der Finnen und einmalige Übernahmekosten lasten aber auf dem Ergebnis.

Badezimmer

Bildlegende: Ziel sei es trotz allem, Marktanteile zu gewinnen, so Geberit. Geberit

Im ersten Quartal 2015 lag der Reingewinn mit 120,6 Millionen Franken um 15,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz nahm dagegen um 14,9 Prozent auf 636,6 Millionen Franken zu.

Beim Gewinn profitierte Geberit von leicht gesunkenen Rohmaterialpreisen. Negativ wirkten sich die generell tieferen Margen von Sanitec, negative Währungseffekte, höhere Personal- und Pensionskosten sowie der Währungsrabatt von zehn Prozent im Markt Schweiz aus, wie Geberit mitteilte.

Einmalige Transaktions-, Integrations- und Finanzierungskosten für die Sanitec-Übernahme drückten die operativen Ergebnisse um 10,8 Millionen Franken und den Reingewinn um 14,5 Millionen Franken.

Rapperswil-Jona bleibt Hauptsitz

Den veränderten Wechselkursen will Geberit mit einer permanenten Optimierung der Kostenstruktur begegnen. In den verschiedenen Währungsräumen sollen die Kosten im gleichen Verhältnis anfallen, wie Umsätze erwirtschaftet werden. Der Einfluss der Aufhebung des Euro-Mindestkurses auf die Margen sei so relativ gering.

Auf den Standort in Rapperswil-Jona habe das vorläufig keine Auswirkungen, heisst es auf Anfrage. Dort beschäftigt Geberit rund 1000 Mitarbeiter. Rapperswil-Jona sei als Hauptsitz unbestritten. Ein grosser Teil der Logistik wurde bereits in den vergangenen Jahren in den süddeutschen Raum verlegt.