Schere bei Ausserrhoder Gemeinden öffnet sich

Der Unterschied bei der Steuerkraft zwischen der ärmsten und der reichsten Ausserrhoder Gemeinde beträgt 44 Prozent. Das ist eine markante Zunahme. Die Ausserrhoder Regierung sieht keinen akuten Handlungsbedarf, aber doch nötige Anpassungen.

Das Ausserrhoder Dorf Teufen von oben fotografiert.

Bildlegende: Die Ausserhoder Gemeinde Teufen ist die reichste im Kanton. Keystone

Der Ausserrhoder Finanzausgleich funktioniere gut, sagte Finanzdirektor Köbi Frei am Montag im Kantonsrat. Die ärmste Gemeinde Hundwil und die reichste Gemeinde Teufen würden nicht ständig miteinander feilschen. «Unser Finanzausgleich lebt von Solidarität.» Anpassungen könnten gemäss Frei in Zukunft aber nötig werden.

Claudia Frischknecht von der CVP möchte lieber früher als später Anpassungen vornehmen: «Die Strukturen müssten angepasst werden.» Frischknecht spricht damit mögliche Gemeindefusionen an. Das sieht auch die Finanzkommission des Kantonsrats so. Sprecher und SVP-Kantonsrat Edgar Bischof sprach von Reformbedarf

Reformbedarf, Strukturänderungen oder Gemeindefusionen - diese Stichworte sind in Appenzell Ausserrhoden seit Jahren ein Thema. Bislang ist es aber bei Studien und Absichtserklärungen geblieben.