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Schiesserei in Rehetobel «Polizisten haben keine Fehler gemacht»

Polizeisperre
Legende: 3. Januar 2017: Die Polizei riegelt das Gebiet rund um das Haus des Täters ab. Archiv Keystone

Vorgeschichte: Am 3. Januar 2017 durchsuchten zwei Polizisten einen Schopf, in dem sie eine Hanfindoor-Anlage vermuteten. Während der Durchsuchung dabei war ein 33-jähriger Mann, der mutmassliche Betreiber der Anlage. Kurz vor Ende der Hausdurchsuchung griff er zu einer Waffe, schoss auf die beiden Polizisten und verletzte diese lebensgefährlich. Mehrere Stunden später richtete er sich selbst.

Die Untersuchung der Polizei: Die Polizei untersuchte nach dem Vorfall den Polizeieinsatz. Auch hinterfragte sie, warum die beiden Polizisten bei der Hausdurchsuchung keine Schutzwesten trugen, obwohl der Täter vorbestraft war – unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdelikts und illegalem Waffenbesitz.

Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft: Die Staatsanwaltschaft widmete sich den strafrechtlichen Vorwürfen, also unter anderem der Schussabgabe. Da der Täter sich jedoch selbst richtete, wurde die Untersuchung hinfällig. Das ist das Standardprozedere.

Die Ergebnisse: Die Staatsanwaltschaft will den Fall in Kürze abschliessen und das Verfahren einstellen. Dies sagt der zuständige Staatsanwalt auf Anfrage. Für die Polizei ist der Fall bereits erledigt. Die Polizisten hätten keine Fehler gemacht, ein gewisses Restrisiko bleibe bei solchen Einsätzen immer, heisst es bei der Polizei.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Joos (Joop50)
    "Ein gewisses Restrisiko bleibe bei solchen Einsätzen immer." In der Tat! Umso wichtiger scheint es mir, dieses möglichst zu reduzieren (Schutzwesten, Vorsichtsmassnahmen) und unserer Polizei auch den Gebrauch der Waffe nicht mit juristischen Mitteln unnötig zu erschweren. Das heisst nicht, zuerst schiessen und dann Fragen stellen, sondern angemessene Massnahmen treffen gemäss Situation und Umständen.
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    "Richtete sich selbst" ist nicht nur stelzig sondern auch hochtrabend. Der Täter wird in die Funktion eines Richters versetzt, und zwar durch die Berichterstattung. In Wirklichkeit ist der Täter ein Mörder, der zu feige ist, zu seiner Tat zu stehen.
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