Schlatt - nahe beim Atommüll

In der Gemeinde Schlatt im Kanton Thurgau könnte dereinst der Eingang für ein Endlager radioaktiver Abfälle gebaut werden. Noch ist offen, ob dieses Endlager im benachbarten Benken realisiert wird. Aber trifft es Benken, könnte es auch Schlatt treffen.

Schild radioaktiver Abfall

Bildlegende: Radioaktive Abfälle: Die Thurgauer Gemeinde Schlatt muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Keystone

Am Mittwochabend informierten die Nagra, der Bund, der Kanton Thurgau und die Gemeinde Schlatt über den Stollen-Zugang für das zur Dikussion stehende Atom-Endlager im benachbarten Benken. Umstritten ist nicht nur das Endlager. Umstritten ist auch das sogenannte Oberflächen-Lager, das in Schlatt errichtet werden könnte: Hier würden die radioaktiven Abfälle für das Endlager aufbereitet.

Hatte die Nagra im vergangenen Jahr Schlatt noch als möglichen «Standort» für das Oberflächen-Lager bezeichnet, ist jetzt nur noch von einem «potenziellen Gebiet» die Rede. Als solches ist Schlatt aber nach wie vor im Gespräch.

Der Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark hielt an der Informationsveranstaltung fest, dass der Kanton Thurgau energisch intervenieren werde, wenn bei der Auswahl des Endlager-Standortes nicht mit gleich langen Spiessen gemessen werde. Insgesamt stehen sechs mögliche Standorte in der Schweiz zur Diskussion.