Schlechte Bedingungen für Gämse

Im Kanton St. Gallen sind im vergangenen Jahr 692 Rothirsche geschossen worden; das sind mehr als je zuvor, wie das Amt für Natur, Jagd und Fischerei am Montag mitteilte. Getrübt wird die Jagdstatistik 2012 durch einen Rückgang beim Gämsbestand.

Gämse an einem Schneehang

Bildlegende: Die St. Galler Jäger haben 2012 wieder viele toten Gämsen entdeckt. zvg

Die Entwicklung der Gämsbestände werfe Fragen auf, heisst es im Communiqué. Denn im ganzen Alpenbogen werden Bestandesrückgänge beobachtet. Als Gründe werden verschiedene Einflüsse vermutet: Strenge Winter, Krankheiten, Störung durch Freizeitaktivität des Menschen. In St. Gallen wurden 2012 viele tote Gämsen entdeckt.

 Bei den Rothirschen gaben die Behörden im vergangenen Jahr bewusst hohe Abschussvorgaben heraus, um den Rothirschbestand zu reduzieren. Der Abschuss war denn auch ausserordentlich hoch. Die St. Galler Jäger erlegten im vergangenen Jahr 4043 Rehe. Auch hier wurden die Abschussvorgaben erfüllt.

Eine Erholung haben die Behörden beim Raubwild festgestellt. Die Abschussvorgaben beim Fuchs, dem Marder und dem Dachs wurden eingehalten; insgesamt wurden im vorigen Jahr 2370 Füchse von den Jäger und Jägerinnen erlegt.