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Ostschweiz Schlechte Tierhaltung: Mehr Strafanzeigen in St. Gallen

Die beiden Tierschutzbeauftragen des Kantons St. Gallen haben im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von kostenpflichtigen Verfügungen und Strafanzeigen erlassen. Hauptgrund sind Änderungen im Tierschutzgesetz.

Wiehernde Pferde in Boxen
Legende: Einzelhaltung ist bei Pferden nicht artgerecht, hält das neue Tierschutzgesetz fest. Keystone

Insgesamt haben die beiden Beamten im vergangenen Jahr 631 Kontrollen durchgeführt. Im Jahr 2012 waren es noch deren 565. Dies geht aus dem Jahresbericht des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hervor. 299 kostenpflichtige Verfügungen und 119 Strafanzeigen wurden aufgrund der Kontrollen erlassen.

Der grösste Teil der Kontrollen wird laut Kantonstierarzt Albert Fritsche aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung unangemeldet durchgeführt. Wie Fritsche gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF sagt, haben Änderungen im Tierschutzgesetz zu diesen Rekordzahlen geführt. So sei es beispielsweise seit September 2013 nicht mehr erlaubt, Pferde einzeln zu halten. Viele Pferdebesitzer hätten dies jedoch noch nicht umgesetzt.

Die Hälfte der Kontrollen wird im Nutztierbereich durchgeführt. Beim Rindvieh wurde hauptsächlich der mangelhafte Auslauf im Winter beanstandet, bei den Schweinen die ungenügenden Beschäftigungsmöglichkeiten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Egger, Schweiz
    Heute gilt das Tier mehr als der Mensch. Fuer den Bergbauern gibt es bald nur noch eine Moeglichkeit, aufgeben, Haus und Hof verfallen lassen, das Land nicht mehr bearbeiten. Alles nur, weil fuer die Tierschuetzer das Tier mehr Rechte hat als der Mensch.
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    1. Antwort von Migi Odermatt, Nidwalden
      Einen famosen Stierdung verzapfen sie hier Herr Egger! Mit zunehmender Sensibilisierung findet auch ein Umdenken in der Tierhaltung statt, die das Tier als intelligentes Individuum mit instinktiven Bedürfnissen respektiert und dem nach auch leben lässt. Ich halte daran fest, das wir in einer Zeit leben, die genau solche Missstände korrigieren kann! Denn die Größe und den moralischer Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
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