Schnee verursacht Verkehrsprobleme in Graubünden und St. Gallen

Die Schweiz hat in der Nacht auf Freitag den ersten richtigen Wintereinbruch erlebt, begleitet von einem empfindlichen Temperatursturz und heftigen Winden. Graubünden und das Glarnerland erhielten am meisten Neuschnee, gebietsweise bis zu 80 Zentimeter.

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Erster Schnee verursacht Verkehrsprobleme

3:28 min, aus Schweiz aktuell vom 11.10.2013

Der Schnee verursachte an verschiedenen Orten Verkehrsprobleme. So brachte er die Rhätische Bahn (RhB) auf einigen Strecken aus dem Takt: Eine Fahrleitungsstörung unterbrach die Strecke Chur - Arosa. Die RhB konnte die Züge nicht durch Busse ersetzen, weil die Kantonsstrasse ebenfalls gesperrt war.

Eine durch schneebedeckte Bäume blockierte Fahrleitung legte zudem die Strecke zwischen Reichenau-Tamins und Filisur auf der Linie nach St. Moritz lahm. Zwischen Thusis und Tiefencastel mussten die Reisenden auf Busse umsteigen.

Nord-Süd-Achse blockiert

Auch im Strassenverkehr gab es Probleme in Graubünden. Am schlimmsten traf es die Verbindung nach Süden über die A13: Zwischen Thusis und Sufers war in der Nacht der Strom ausgefallen. Deswegen funktionieren die Sicherheitssysteme in den Tunnels nicht mehr, worauf die Autobahn gesperrt werden musste.

Wegen eingestürzter Bäume musste in der Nacht auf Freitag auch die Kantonsstrasse zwischen Thusis und Sufers für einige Stunden gesperrt werden. Dadurch war ein Teil der Nord-Süd-Achse auf der Strasse total blockiert. Die Kantonsstrasse wurde am Freitagmorgen aber wieder geöffnet.

Flumserberge abgeschnitten

Bis am Mittag waren im Kantons St. Gallen auch die Flumserberge auf der Strasse nicht erreichbar. Zwischen Flums und Tannenboden war die Strasse in beiden Richtungen bis 12 Uhr gesperrt, wie der TCS meldet. Hier blockierten umgestürzte Bäume den Verkehr. Der Ort war aber per Seilbahn von Unterterzen aus zu erreichen.

Für die Sperrung der Bergstrasse waren zwanzig Feuerwehrleute der Feuerwehr Flumserberg im Einsatz. Mit Problemen im Strassenverkehr habe man aber gerechnet, sagt Feuerwehrmann Marco Guggisberg gegenüber «Schweiz aktuell»: «Wir hatten diesen Frühling die gleiche Situation. Auch damals gab es einen enormen Nasschneefall auf 1000 Metern. Ich hatte bereits gestern befürchtete, dass es wieder so herauskommen wird und diese Befürchtungen wurden wahr.»