Schwarze statt rote Zahlen

Glarus budgetierte für 2014 ein Minus von knapp 11 Millionen Franken, schliesst die Rechnung nun aber mit 14,6 Millionen im Plus. Der Börsengang der Glarner Kantonalbank und mehr Steuereinnahmen bei den natürlichen Personsn führen zu diesem Ergebnis, schreibt das Glarner Finanzdepartement.

Fahne Glarus

Bildlegende: Der Kanton Glarus verzeichnet zum zehnten Mal in Folge einen positiven Jahresab­schluss. Keystone

Der Börsengang der Kantonalbank Mitte Jahr hatte zu einem Kursanstieg der Aktien der Bank geführt, wie die Glarner Regierung mitteilte. Sie betont, dass es sich dabei nur um einen Buchgewinn handle, der aber gemäss den Vorschriften für die Rechnungslegung zu verbuchen sei. Auch künftige Schwankungen des Aktienkurses würden sich in den Jahresrechnungen niederschlagen.

«  Diese Rechnung wird sich wohl auf das strukturelle Defizit auswirken. »

Rolf Widmer
Glarner Finanzdirektor

Die Investitionsrechnung fiel ebenfalls besser aus als prognostiziert. Die Nettoinvestitionen von 21,5 Millionen Franken konnten mehr als eigenfinanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad betrug hohe 233 Prozent, gegenüber budgetierten 24 Prozent.

Die finanzielle Lage des Kantons erweise sich einmal mehr als deutlich komfortabler als prognostiziert, schrieb die Regierung. Der Jahresabschluss gebe zudem die berechtigte Hoffnung, dass auch das mittelfristig erwartete strukturelle Defizit von 8 bis 10 Millionen Franken wesentlich kleiner ausfallen werde.

Der Kanton habe in den letzten Jahren beachtliche Rückstellungen in Form von Eigenkapital machen können und sei für die Zukunft gut gerüstet.