Schwarzer Juli für die Freibäder

Des einen Leid, des andern Freud: Während die Freibäder mit dem schlechtesten Juli seit 14 Jahren kämpfen, freuen sich die Hallenbäder über das schlechte Wetter und die Besucheranstürme. Und das in der ganzen Ostschweiz.

Bademeister putz am Beckenrand.

Bildlegende: Dem Bademeister und den Freibädern blieben in diesem Juli die Gäste aus. Keystone

Über 4000 Badegäste pro Tag - das seien Verhältnisse wie in den Wintermonaten, sagt Natalie Brägger vom Säntispark im st. gallischen Abtwil. Die Hallenbäder gehören wohl zu den wenigen, die sich über den verregneten Juli gefreut haben. Gar keine Freude hat der Bademeister im Freibad Amriswil, Philipp Buchle. Der Thurgauer Badi fehlen an die 5000 Gäste. Das ist ein Drittel weniger als im Juli 2013.

Cleveres Zweibad-Modell

Auch in Näfels im Kanton Glarus fehlen die Freibadgäste. Das sei aber nicht so schlimm, erklärt Oliver Galliker, Geschäftsführer der Lintharena Näfels. Da die Lintharena auch ein Hallenbad betreibe, wechselten die Gäste einfach ins Hallenbad. So blieben bei ihnen die Besucherzahlen im Juli konstant.

Das gleiche Modell hat auch Scoul im Engadin. Der Drittel Besucher, der im Freibad fehlt, dreht im Hallenbad seine Runden. Trotzdem hofft auch Scoul wie alle anderen Freibäder auf einen guten Spätsommer.