Schwarzkopfregenwurm-Plage: Ein Bauer hat die Lösung

Der Schwarzkopfregenwurm macht den Bauern das Leben schwer. Besonders im Toggenburg zerstört der Wurm die Wiesen. Der Kanton St. Gallen hat bis vor zwei Jahren nach einem Gegenmittel geforscht, aber keines gefunden. Nicht so der Bauer Jakob Knaus, er hat den Wurm erfolgreich bekämpft.

Der Bauer Jakob Knaus aus Unterwasser mag Regenwürmer eigentlich – sie machen guten Hummus für den Boden. Doch den Schwarzkopfregenwurm musste er bekämpfen. Beim Mähen rutsche man; und die ganze Wiese war verschmiert. Das Gras war für die Kühe ungeniessbar.

«  Die Wiese sah aus als hätten wir ein Motocross-Rennen gemacht. »

Jakob Knaus
Bauer

So dachte er sich eine Methode aus. Was mag der Wurm? Ich mache das Gegenteil, sagte er sich. Konkret hiess das: mit tiefem Pflügen seinen Lebensraum zerstören, Mais anpflanzen und nicht düngen, damit der Wurm keine organische Nahrung hat, um sich zu ernähren.

Kanton hat Forschung aufgegeben

Auch der Kanton St. Gallen forschte 2009 bis 2014 gegen den Plagegeist. Kam mit Dünge- und Spritzmitteln aber auf keinen grünen Zweig. Womit sie die Forschung wieder aufgaben.

Die Lösung des Bauern erscheine ihm spannend, sagt Erich Frick, Berater am Landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil. Er ist aber auch kritisch: Das Pflügen sei in steilen Hängen schwierig und könne im regenreichen Toggenburg in der Höhe auch zu Erdrutschen führen.