Schweizer baute Chinesische Mauer im Bodensee

Die Zahlen sind auch bei der neusten Produktion der Bregenzer Festspiele imposant. Im Bodensee steht eine Nachbildung der Chinesischen Mauer. Sie ist 27 Meter hoch, 72 Meter breit und über 300 Tonnen schwer. Sie bildet die Grundlage für «Turandot» von Giacomo Puccini.

Die weltberühmte Arie «Nessun dorma» in der letzten Oper von Giacomo Puccini ist der Höhepunkt der «Turandot»-Inszenierung auf der Seebühne. Die Bregenzer Festspiele setzen auch unter der neuen Intendantin, Elisabeth Sobotka, auf Gigantismus und viel Show: «Wir haben Feuerkünstler und Wasserfontänen eingesetzt. Heuer gibt es viel Spezialeffekte zu entdecken.»

Schweizer Regisseur

Für die Regie und das beeindruckende Bühnenbild ist der Schweizer Marco Arturo Marelli verantwortlich: «Bregenz ist die grösste Seebühne der Welt. Dementsprechend anders müssen sich die Sängerinnen und Sänger verhalten. Mit meinem Bühnenbild habe ich dem Rechnung getragen. Alles ist halt etwas grösser als normal.»

Die Geschichte spielt in China. Prinzessin Turandot steht dabei im Zentrum. Wer sie heiraten will, muss drei Rätsel lösen, sonst verliert der Freier den Kopf. Und geköpft werden etliche Bewerber. Erst der unbekannte Prinz Calaf löst alle Rätsel, doch damit fangen die Turbulenzen erst an. Für die Zuschauer spielt der See, neben der Inszenierung, eine wichtige Rolle. Auch die Macher sind vom Naturschauspiel fasziniert: «Normalerweise arbeite ich im Sommer nicht, ich schwimme nur im See. Hier kann ich zum Glück beides machen», sagt Chefdirigent Paolo Carignani.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr