Schwingfest bringt Ruhm und Ehre und: Geld!

Burgdorf dürfte vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest nachhaltig profitieren. Das zeigt ein Blick nach Frauenfeld. Die Thurgauer Hauptstadt hatte das Fest 2010 organisiert und konnte dabei einiges herausschlagen.

Kilian Wenger feiert seinen Festsieg in Frauenfeld.

Bildlegende: Mit Kilian Wenger brachte das Eidgenössische in Frauenfeld einen neuen Schwingerkönig hervor. Keystone

Wirtschaftlich hat sich die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfests 2010 für Frauenfeld rentiert. Exakte Zahlen sind zwar keine vorhanden, OK-Präsident Urs Schneider geht jedoch bei einem Budget von 20 Millionen Franken von einer dreifachen Wertschöpfung aus, wie er gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF 1 sagt. Schneider stützt sich dabei auf eine Studie der Fachhochschule Zentralschweiz aus dem Jahr 2005. Diese hatte die volkswirtschaftliche Bedeutung von Sportgrossanlässen in der Schweiz am Beispiel des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Luzern analysiert.

Tourismus profitiert noch heute

Als Indiz für die Nachhaltigkeit der Grossveranstaltung wertet Schneider die Übernachtungszahlen im Thurgau: «Diese haben im Jahr 2012 um 1,5 Prozent zugenommen, was dem nationalen Trend entgegenläuft.» Gelohnt habe sich das Eidgenössische auch aus sportlicher Sicht, sagt Carlo Parolari. Der Frauenfelder Stadtammann war unlängst zu einem Spatenstich für eine neue Schwinghalle eingeladen. Diese konnte nicht zuletzt mit dem Gewinn aus der Veranstaltung finanziert werden. Das Schwingfest habe zum guten Image der Stadt beigetragen. «Überall wo ich hinkomme, werde ich darauf angesprochen.»

Burgdorf gibt Nachhaltigskeitsbericht in Auftrag

Das OK des Eidgenössischen Schwing- und Älperfest in Burgdorf will nach dem Fest die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Veranstaltung analysieren. Gemäss Geschäftsführer Patrick Sommer werden insbesondere die wirtschaftlichen Effekte für die Austragungsregion ausgewertet.