SFS: Rheintaler Industriekonzern prüft Auslagerungen wegen Euro

Der Umsatz des Ostschweizer Maschinenbauers SFS ist 2014 um knapp vier Prozent auf 1,38 Milliarden Franken gestiegen. Wegen des starken Frankens könnten gewisse Arbeiten rascher als geplant in eigene Werke im Ausland verlagert werden.

Der SFS Standort im St. Gallischen Heerbrugg

Bildlegende: Die SFS Group hat ihren Hauptsitz im Kanton St. Gallen in Heerbrugg. zvg

In ihrer Mitteilung hält die SFS hält fest, dass mit dem Ausbau der internationalen Präsenz, sowie der in den letzten Jahren getätigten Akquisitionen das Ungleichgewicht zwischen Erträgen in verschiedenen Fremdwährungen und Kosten in Schweizer Franken deutlich reduziert worden sei.

Dennoch werde die Aufwertung des Frankens erhebliche Auswirkungen auf die zukünftigen Umsätze und Betriebsergebnisse der SFS haben. Eine Simulation der Abschlusszahlen 2014 mit einem Franken-Euro-Kursniveau von 1,10 und einem Franken-Dollar-Kurs von 0,90 hätte den Umsatz 2014 um rund 120 Millionen Franken reduziert.

«  Zu einem Stellenabbau kommt es in der Schweiz aber nicht. »

Claude Stadler
Mediensprecher SFS

«Wir prüfen nun verschiedene Massnahmen», sagt Mediensprecher Claude Stadler. Möglich sei, gewisse Arbeiten wegen des Kostendrucks in den Euro-Raum auszulagern. Auf dem nationalen Markt verzeichne die SFS derzeit ein gutes Wachstum.

Mit den Jahreszahlen 2014 sind die Verantwortlichen zufrieden. Sie sprechen von einem guten Wachstum bei gesteigerter Profitabilität. SFS wuchs im letzen Jahr um knapp vier Prozent. Der Umsatz betrug 1,38 Milliarden Franken.