Sirenentest: Grenzgemeinden horchen mit

Das grenznahe Ausland wird über den Schweizer Sirenentest informiert. Während die Voralberger gelassen reagieren, kommt es im Raum Konstanz immer wieder zu Verwirrungen und Anrufen bei den Behörden.

Sirenen auf einem Dach

Bildlegende: Das Heulen der Sirenen ist auch in Grenzgemeinden zu hören. Keystone

«Der Sirenentest besteht aus der Auslösung des Zeichens Allgemeiner Alarm. Es handelt sich um einen an- und abschwellenden Heulton von einer Minute Dauer», so beschreibt das Landratsamt Konstanz den Sirenentest in ihrer Pressemitteilung.

Trotz Information würden immer wieder besorgte Bürger anrufen, so Bettina Koberstein, Kreisbrandmeisterin: «Die Leute können heutzutage die Sirenen nicht mehr unterscheiden. Zwar kennen die älteren Bürger noch die Sirenen aus den Kriegszeiten, die jüngeren kennen diese aber nicht mehr».

Um ein Durcheinander zu verhindern, informiert der Thurgauer Bevölkerungsschutz die Grenzgemeinden aktiv. Denn gerade der Sirenenton für die Feuerwehr klinge ähnlich.

Anders tönt es im Vorarlberg: In Höchst würden jeden Samstag die Sirenen um 12 Uhr kurz getestet. «Die Bürger kennen solche Test, das Heulen aus der Schweiz verwirrt hier niemanden», so Herbert Sparr, Bürgermeister von Höchst.

Fazit nach dem Test

Vier der 230 Sirenen hätten beim Test schlussendlich nicht funktioniert, sagt Peter Müller, Leiter vom Zivilschutz im Kanton St. Gallen. Darunter sei keine derjenigen, die im vergangnen Jahr mitten in der Nacht Fehlalarm ausgelöst hätten.

Die defekten Sirenen werden nun von der Herstellerfirma untersucht und je nach Fehlfunktion repariert.