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Ostschweiz Solar-Testanlage am Walensee: Verzögerungen wegen Speichermodul

Zum dritten Mal verzögert sich der Bau der Solar-Testanlage am Walensee. Die Betreiber der Testanlage, die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, kämpfen mit Lieferschwierigkeiten. Das Problem: Es gibt erst wenige Speichermodule auf dem Markt.

Solartest-Anlage am Walensee
Legende: Solartest-Anlage am Walensee: Noch in diesem Jahr sollen die Solarmodule installiert werden. ZVG

Im Steinbruch Schür am Walensee ist der Bau einer 80 Quadratmeter grossen Solar-Testanlage geplant. Die Gemeinde Weesen hat dafür Ende Mai grünes Licht gegeben. Mit der Testanlage sollen Erkenntnisse über die Sonneneinstrahlung, die Windverhältnisse und die Reflexion des Sees gesammelt werden.

Wir kämpfen mit langen Lieferfristen technischer Komponenten
Autor: Werner FreiElektrizitätswerke Kanton Zürich

Nun verzögert sich der Bau der Testanlage erneut. «Es handelt sich um eine Neuentwicklung mit Forschungscharakter, da kann der zeitliche Rahmen nicht präzis vorausgesehen werden. Wir kämpfen mit langen Lieferfristen technischer Komponenten», sagt Werner Frei, Leiter Produktion Erneuerbare Energien bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich. «Einige wichtige, technische Bestandteile, wie zum Beispiel spezielle Strom-Speichermodule, haben äusserst lange Lieferfristen.»

Die Speichermodule, sogenannte Lithium-Ionen-Batterien, sind nötig, weil es im Steinbruch noch kein betriebsfähiges Stromnetz gibt, der Strom also gespeichert werden muss.

Die Solaranlage wird derzeit auf dem Campus der ZHAW Wädenswil getestet und soll noch in diesem Jahr im Steinbruch Schür installiert werden. Geplant ist eine Anlage mit 44 Modulen und einer Leistung von 15 Megawatt.

Der Standort der Solaranlage ist umstritten, da er in einem Schutzgebiet liegt. Gegen den Bau hat die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz eine Einsprache deponiert.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Schenker Walter, Zollikofen
    Wenn man die angegebenen 15 MW durch die ebenfalls angegebenen 80 Quadratmeter dividiert, kommt man auf etwa 187 kW/m2. Die Sonne liefert Leistung in der Grössenordnung von 1 kW/m2 auf die Erde. Also "verstärkt" die beschriebene Anlage die zugeführte Leistung um den Faktor von knapp 200! Weltspitze! Aber im Mega- Giga- Terazeitalter der Informatik scheint das Kilo im Energiebereich halt schon wieder (zu) klein.
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    1. Antwort von H.Straumann, Zürich
      Die mit PV-Modulen bedeckte Fläche auf der Fotomontage ist natürlich viel grösser als 80 m2, daher die 15 MW. Die 80 m2 kleine Testanlage könnte man von der anderen Seite des Sees kaum mehr erkennen, und sie dient wohl nur dazu, die dem Grossprojekt zu Grunde liegenden Annahmen bez. Energieausbeute und Zuverlässigkeit der Technik am realen Standort zu überprüfen, was durchaus vernünftig ist.
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    2. Antwort von Simeon Illi, Winterthur
      Das ist mir auch aufgefallen. Offenbar haben die dort neue Module entwickelt mit einem unglaublich guten Wirkungsgrad! Hut ab! Tja, jeder braucht heute Technik und alle meinen sie kommen draus....
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