Solaranlagen vertragen sich gut mit Natur- und Heimatschutz

In den vergangenen drei Jahren sind im Thurgau knapp 90 Fördergesuche für den Bau von Solaranlagen an geschützten Gebäuden gestellt worden. Dank dem Leitfaden, den der Kanton 2009 herausgegeben hat, sind nur gerade sieben Gesuche abgelehnt worden. Dies sei eine erfreuliche Bilanz.

Zwei Männer bedecken ein Dach mit Solarpanels.

Bildlegende: Der Leitfaden soll das Realisieren von neuen Solaranlagen schnell und unkompliziert machen. Keystone

Im Thurgau ist der Kanton für die Baubewilligungen zuständig. Mit dem neuen Leitfaden gibt es für die Bauherren nur noch eine Anlaufstelle. Die Denkmalpflege und die Abteilung Energie arbeiten zusammen, wenn es um Gebäude geht, die unter Schutz stehen. Das vereinfache und beschleunige den Bewilligungsprozess, sagt Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie, auf Anfrage. Dies Zusammenarbeit sei wohl das Erfolgsrezept

Der Thurgauer Weg mit dem Leitfaden «Solaranlagen richtig gut» werde in anderen Kantonen mit Interesse verfolgt, heisst es in der Mitteilung. Auch St. Gallen arbeitet mit einem Leitfaden, allerdings unter anderen Bedingungen. Direkte Vergleichszahlen gebe es daher nicht, heisst es beim Baudepartement auf Anfrage. Denn in St. Gallen entscheidet nicht der Kanton über die Baubewilligungen, sondern die Gemeinden.