SP liefert bei Smartvote keine Antworten

Die beiden amtierenden SP-Regierungsräte des Kantons St. Gallen machen bei der Online-Wahlhilfe «Smartvote» keine Angaben über ihre politischen Positionen. Das könne Einfluss auf das Wahlresultat haben, sagt der Politologe.

Eine Frau am Computer studiert die Website von «Smartvote».

Bildlegende: Das Portal «Smartvote» zeigt die politischen Positionen der Politiker auf. Keystone

Über 40 Fragen gilt es zu beantworten - dann zeigt die Übersicht, welche Politiker die Positionen des Wählers am ehesten vertreten. Bei den St. Galler Regierungsrats-Kandidierenden sind alle Profile zu finden - mit Ausnahme der beiden amtierenden SP-Regierungsmitglieder Heidi Hanselmann und Fredy Fässler.

Ein bewusster Entscheid, sagt Fredy Fässler auf Anfrage von Radio SRF. Als Mitglied der Regierung vertrete er nach aussen die Positionen des Kollegiums. Die Konsequenz: Wer auf «Smartvote» eine Wahlempfehlung abruft, dem werden die beiden SP-Politiker aus den genannten Gründen nicht zur Wahl empfohlen.

Könnte Wählerstimmen kosten

Eine heikle Sache, sagt dazu Politologe Mark Balsiger. Fehlen die beiden Profile der SP-Politiker, könne sich das auf das Wahlresultat auswirken - und zwar negativ.

Dass Fredy Fässler und Heidi Hanselmann argumentieren, sie sähen sich als Mitglieder des Kollegiums und verträten darum die Haltung der Regierung, kann Balsiger aber nachvollziehen.