Zum Inhalt springen

Ostschweiz Sparen durch grössere Klassen

Die Thurgauer Regierung hat über 100 Sparmassnahmen ausgearbeitet. Das Parlament verlangte Einsparungen von 40 Millionen Franken. Die Regierung geht nun noch weiter und präsentiert Massnahmen für 47,9 Millionen Franken.

3 Stapel mit Münzen
Legende: Fünfliberweise sparen reicht nicht: Die Thurgauer Regierung will mehr als gefordert streichen. Keystone

Insgesamt will der Kanton die Ausgaben um 34 Millionen Franken kürzen. Ein hohes Sparpotential von 12 Millionen Franken liegt im Bildungsbereich, wie der Bericht zur Leistungsüberprüfung aufzeigt.

Allein durch die Erhöhung der Klassengrösse auf der Sekundarstufe I um einen auf 21 Schüler will der Regierungsrat 4,2 Millionen Franken sparen. Brückenangebote für Schulabgänger ohne Lehrstelle sollen reduziert und eine Klasse der Handelsmittelschule geschlossen werden.

Die grössten Einsparungen sollen durch eine angepasste Buchhaltung erreicht werden. 12,6 Millionen Franken werden gespart, indem der Kanton weniger abschreibt. Aber auch die Begrenzung des Pendlerabzugs auf 4500 Franken bei den Steuerpflichtigen spült 7 Millionen Franken in die Kasse.

Weitere zentrale Massnahmen sind kleinere Beiträge für den Energiefonds und weniger Renovationen der Kantonsgebäude. Die Regierung will 16 Stellen abbauen. Im Steueramt werden fünf Stellen geschaffen um rund 2 Millionen Franken mehr Steuern einzutreiben.

Reaktionen positiv

Die ersten Reaktionen aus dem Kantonsparlament sind positiv. Die Fraktionen loben das Sparpaket als ausgeglichen und fair. Die FDP freut sich, dass die Steuern nicht erhöht werden. Für die SVP ist erfreulich, dass der Regierungsrat mehr einsparen will als ursprünglich gedacht. Und auch die SP reagiert positiv: Es würden auch mehr Einnahmen generiert, dies sei für die SP wichtig.

Die ersten Massnahmen sollen bereits im Jahr 2015 greifen. Die vollständige Umsetzung ist im Jahr 2017 geplant. Der Grosse Rat berät die Vorlage voraussichtlich im Juli.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von sm, tg
    Die Pendler scheinen eine ideale Quelle für die Steuervögte zu sein. Sie sind keine eigenständige Gruppe, können sich als Gruppe schlecht wehren. Pendler sind oft Menschen die sich einen guten Job suchen und die Mühen eines langen Arbeitsweges auf sich nehmen, Im Thurgau wohnen viele Pendler, arbeiten in Zürich und Umgebung und zahlen die Steuern im Thurgau - bis heute. Da gibt es nur eines, zügeln in die Nähe des Arbeitsortes. Der Thurgau kann sich freuen, er wird leer auch die Kassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen