Spekulationen um Nachfolge von Pankraz Freitag

Das Glarner Stimmvolk muss innerhalb von drei Monaten einen Nachfolger für den verstorbenen Ständerat Pankraz Freitag wählen. Zwei Namen kursieren bei den Parteien bereits.

Pankraz Freitag

Bildlegende: Engagiert: Der Glarner Ständerat Pankraz Freitag in der Debatte. Am Wochenende ist er überraschend verstorben. Keystone

Noch sind die Politiker sehr zurückhaltend. Viele haben Pankraz Freitag persönlich gekannt und wollen sich noch nicht zu seiner Nachfolge äussern. Gedanken macht man sich bei den Bürgerlichen aber beispielsweise zur FDP-Regierungsrätin Marianne Dürst.

Sie hat auf nächstes Jahr ihren Rücktritt angekündigt und wäre quasi «frei» für eine neue Aufgabe. Lässt sie sich aufstellen, wäre sie in der Partei sicherlich unbestritten. Eine Kandidatur von FDP-Regierungsrat Andrea Bettiga wäre eine Überraschung. Zwei Sitze im Regierungsrat zu ersetzen, würde die Partei vor grosse Herausforderungen stellen.

Gespräche brauchen wohl Wochen

Der Präsident der Glarner FDP will die Spekulationen nicht kommentieren. Er sagt aber, dass die Partei sicher jemanden ins Rennen um den Ständeratssitz schicke. Einen Namen will er bis spätestens Ende November nennen.

Als Kandidat wird auch BDP-Nationalrat Martin Landolt gehandelt. Ihm werden die entsprechenden politischen Ambitionen nachgesagt aber auch das Format. Er werde sich die Möglichkeiten früher oder später überlegen müssen, sagt er. Heute sei jedoch noch zu früh.

Wann genau die Ersatzwahl für den Ständeratssitz stattfindet, legt die Regierung in den nächsten zwei Wochen fest. Theoretisch müsste die Nachfolge innerhalb von drei Monaten geregelt sein. Da der Zeitpunkt aber auf den Jahreswechsel fällt, gebe es für die Regierung einen gewissen Spielraum, heisst es bei der Staatskanzlei.