Zum Inhalt springen
Inhalt

Spitäler St. Gallen Demonstration am Eröffnungsfest

Beim Spital Wattwil könnte massiv gespart werden. Dagegen wurde bei der Eröffnung eines Neubaus demonstriert.

Legende: Video Schweiz aktuell vom 04.06.2018 abspielen. Laufzeit 20:17 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.06.2018.

Was ist passiert? Wie schon lange geplant hätte am Samstag der neue Bettentrakt eröffnet werden sollen. Mit einen Tag der offenen Tür, einer Rede der Gesundheitsdirektorin und so weiter. Nur zwei Tage früher, am Donnerstag, der Paukenschlag. Der Verwaltungsrat der Spitalregionen macht einen drastischen Vorschlag, um bei den Spitälern im Kanton St. Gallen Kosten zu sparen: Fünf von neun St. Galler Spitäler sollen keine Bettenstation mehr haben. Darunter auch Wattwil mit seinem Neubau.

Die Demonstration: Rund 120 Leute nutzten deshalb das Eröffnungsfest des Neubaus, um zu demonstrieren. Ihre Argumente: Wattwil brauche «sein» Spital, das Toggenburg brauche dieses Spital. Die Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben.

Die Gesundheitsdirektorin: Unter den geladenen Gästen war auch die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements Heidi Hanselmann. In Interviews und Gesprächen betonte sie, dass zu den Sparplänen bei den Spitälern noch keine Entschlüsse gefasst worden seien. Das Konzept mit den fünf Spitälern ohne Betten sei erst ein Grobkonzept, dass die Regierung nun anschauen und mit anderen Informationen ergänzen müsse. Entschieden sei noch nichts.

Aussenansicht Gebäude
Legende: Der neue Bettentrakt des Spitals Wattwil bietet Platz für 52 Betten. SRF/Annina Mathis

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ruedi Brunner (hier und jetzt)
    Wo soll das denn hinführen? Jetzt will man noch Spitäler schliessen? Nur noch 4 Spitäler? Nicht "nur", dass der ambulante Dienst und Pflegeheime die MIGEL selbst finanzieren sollen. Wovon denn? Davon spricht erst gar niemand. Was ist das für ein Gesundheitssystem? Wofür zahlen wir denn unsere Steuern und unsere Krankenkasse eigentlich?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Steinegger (rolf.steinegger)
    Es wird mal auf Weltrekordniveau gejammert. Eine kleine Reise nach Marokko oder in eines der anderen rund 190 Länder mit grösseren Sorgen als die Schweiz kann Augen öffnen! Allerdings: Wenn auf der anderen Seite die Kostensteigetungen im Gesundheitswesen begrüsst würden, dürfte auch gegen Massnahmen zur Kostenfämpfung demonstriert werden. Ich meine aber wahrzunehmen, dass viele beides möchten: tiefere Kosten und herausragende Leistungen. Das geht aber leider nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Was soll das sein: Ein Spital ohne Bettentation? Unerhört, auf diese Weise sparen zu wollen! Wenn die Reichen höher besteuert würden, müsste man nicht an dringenden Stellen sparen. Hier braucht es den politischen Willen der Politiker und der Stimmbürger mit dem Programm: Steuergesetz zu Gunsten des Mittelstandes und der Aermeren anpassen, Politik für mehr soziale Gerechtigkeit betreiben und Bezirksspitäler erhalten und Erhaltung des Bildungswesens.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen