St. Gallen diskutiert über Raucher-Lockerung

Bediente Fumoirs sollen im Kanton St. Gallen wieder zugelassen werden. Das fordert ein Vorstoss im Parlament. Doch heute wird die Frage kontroverser diskutiert. Auch in den Fumoirs selbst.

Einsamer Raucher im Fumoir.

Bildlegende: Bediente Fumoirs sollen im Kanton St. Gallen wieder zugelassen werden. Keystone

Im Fumoir Aschenbecher putzen und Gläser abräumen ist erlaubt, die Gäste zu bedienen indes nicht. Diese Regelung scheint vielen Gastronomen paradox. Der Kantonsrat hiess deshalb 2011 eine SVP-Motion gut. Sie will die St. Galler Regelung wieder lockern. Die Entscheidung damals fiel aber sehr knapp aus.

Inzwischen ist das Parlament neu bestellt. Neue Köpfe, neue Regeln, hofft die Lungenliga. Eine Lockerung des Rauchergesetz wäre für sie nicht akzeptabel. Das aktuelle Parlament beurteilt die Motion denn auch kritischer als das alte.

Auch in den Fumoirs der Stadt St. Gallen wird die Frage kontrovers diskutiert. «Ich bin zwar Raucherin, aber ich möchte die aktuellen Regeln beibehalten», sagt eine Barführerin. Ihre Mitarbeiterinnen seien alle Nichtraucher. Sie wolle nicht, dass diese im Fumoir im Rauchernebel arbeiten müssten.

Anders tönt es bei verschiedenen Gästen. «Wenn im Arbeitsvertrag klar festgehalten wird, dass die Person Passivrauch ausgesetzt ist, dann sehe ich kein Problem», so ein rauchender Mann. Jeder könne dann für sich entscheiden.