St. Gallen führt neue Ombudsstelle ein

Der Kanton St. Gallen hat neu eine Ombudsfrau für Betagte und Menschen mit Behinderung: Rechtsanwältin Susanne Vincenz-Stauffacher versucht in Konflikten zwischen Betroffenen und Heimen oder Institutionen zu vermitteln.

Ein Mann in einem Rollstuhl an einem Ufer.

Bildlegende: Die Ombudsstelle wird von einem Verein getragen. Keystone

Sie freue sich auf ihre Arbeit, sagte Ombudsfrau Susanne Vincenz an einer Medienkonferenz. Als Anwältin mit eigener Kanzlei in St. Gallen könne sie ihre Rechtskenntnisse mit einem sozialen Engagement verbinden. Das niederschwellige Schlichtungsangebot sei für alle Beteiligten ideal.

An die Ombudsfrau können sich beispielsweise behinderte Menschen wenden, wenn Konflikte mit Betreuern bestehen oder Uneinigkeit über die Gestaltung des Tagesablaufs, Regeln oder die Löhne in Werkstätten herrscht. Die Ombudsstelle hilft ihnen, Konflikte mit den Heimvertretern zu lösen.

Träger der Ombudsstelle ist ein neu gegründeter Verein, dem Behinderten-Institutionen, Pro Senectute, Rotes Kreuz und der Spitex-Verband angehören. Auch die 110 Betagtenheime und -institutionen im Kanton sollen als Mitglieder gewonnen werden, hiess es an der Medienkonferenz.