St. Gallen: Geothermie-Projekt wird konkret

Dieser Tage wird die Bohranlage von Deutschland in die Ostschweiz gefahren und im Sittertobel aufgebaut. Ab dem 4. März soll bis zu 4500 Meter tief gebohrt und heisses Wasser an die Oberfläche gepumpt werden.

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Der Bohrturm ist auf dem Weg nach St. Gallen

1:42 min, aus Schweiz aktuell vom 13.2.2013

Rund 100 Sattelschlepper befördern die Bohranlage gegenwärtig von Celle in Norddeutschland in die Ostschweiz. In Celle hat die Firma ITAG Tiefbohr GmbH ihren Sitz. Das Unternehmen bohrt in St. Gallen im Auftrag der Stadt, wie Stadtrat Fredy Brunner vor den Medien sagte. Rund 20 ITAG-Mitarbeitende werden sur place sein.

Wenn alles klappt, sollen mittelfristig bis zur Hälfte der Gebäude in der Stadt St. Gallen umweltfreundlich mit Geothermie geheizt werden. Die Tiefenbohrungen und der Bau des Kraftwerks kosten 76 Millionen, der Ausbau des Fernwärmenetzes 83 Millionen Franken. Die Stimbürger sagten 2010 deutlich Ja zu einem 159-Millionen-Kredit.