St. Gallen informiert über Lösungen für ehemalige Angestellte

Rentner, die eine Unfallzusatzversicherung über den Kanton abgeschlossen haben, dürfen hoffen: Der Kanton ging über die Bücher und informiert heute Montag über das weitere Vorgehen. Das Angebot sollte auf Ende Jahr gestrichen werden.

Kantonsrat St. Gallen

Bildlegende: Der Kanton St. Gallen sucht nun nach einer Lösung für die betroffenen Rentner. zvg

Parlament und Volk segneten im letzten Jahr die Verselbstständigung der kantonalen Pensionskasse ab. Das verlangte ein neues Gesetz. Dieses Gesetz sagt aber auch: Pensionskassen dürfen keine Zusatzversicherungen mehr anbieten. Im Kanton St. Gallen wird das Angebot deshalb auf Ende Jahr abgeschafft.

Viele ältere Rentner werden dann ohne die Zusatzversicherung auskommen müssen. Eine Mehrzahl der Kassen weigern sich, ältere Personen aufzunehmen. In der Parlamentsdiskussion sei man sich dessen nicht bewusst gewesen, sagt Marie-Therese Huser von der FDP. Sie war Präsidentin der Parlamentskommission, die das Geschäft vorberaten hatte. Sonst hätte man sicher anders reagiert, so Marie-Therese Huser. Auch der zuständige Regierungsrat Martin Gehrer gibt zu, dass er sich der Folgen nicht bewusst war.

Gehrer will heute Montag am ersten Tag der Session des St. Galler Kantonsparlaments über das weitere Vorgehen informieren. Eine Abteilung der GVA, der Gebäudeversicherungsanstalt St. Gallen, soll die Versicherung übernehmen und weiterführen. Das bestätigt Peter Hartmann, Fraktionschef der SP, auf Anfrage des Regionaljournals.