St. Gallen nimmt bei Durchgangsplätzen neuen Anlauf

Sechs Durchgangsplätze für Fahrende hat der Kanton St. Gallen geplant. Bisher konnte kein einziger realisiert werden. Der Widerstand bei der Anwohnerschaft war zu gross. Nun will der Kanton einen neuen Anlauf nehmen.

Fahrende auf einem Parkplatz

Bildlegende: Bisher suchte der Kanton St. Gallen erfolglos nach Duchgangsplätzen für Fahrende. Keystone

Zwei der sechs geplanten Standorte sollten zuerst umgesetzt werden. Jener in Thal und jener in Gossau. In Thal wurde das Referendum gegen einen entsprechenden Vorschlag ergriffen. Die Bevölkerung stimmte schliesslich mit 1183 zu 1056 Stimmen gegen einen Durchgangsplatz. In Gossau wird seit rund sechs Jahren geplant. Der Ball liegt derzeit beim Stadtparlament.

Neue Aktivitäten in den Regionen

Weil es mit der Umsetzung harzt, will sich das St. Galler Baudepartement nun erneut auf die Suche nach möglichen Standorten machen. Im Visier habe man dabei vor allem die Regionen Linthgebiet, das Obere sowie das Untere Rheintal, sagt der St. Galler Kantonsplaner Ueli Strauss. Er sei trotz des Widerstandes in den Gemeinden zuversichtlich, dass in den nächsten drei bis vier Jahren der erste Durchgangsplatz für Fahrende eröffnet werden könne.