St. Gallen prüft - Schwyz zweifelt

Rapperswil-Jona will erneut einen Tunnel, um die Verkehrsprobleme zu lösen. Die Verkehrsstrategie wurde am Mittwoch dem St. Galler Baudirektor Willi Haag überreicht. Er sieht den Vorschlag als Auftrag für den Kanton. Im Kanton Schwyz dagegen äussert man Bedenken.

Baudirektor Willig Haag und Stadtpräsident Erich Zoller

Bildlegende: Baudirektor Willig Haag und Stadtpräsident Erich Zoller während der Präsentation. zvg

Als die Rapperswiler vor rund drei Jahren einen Tunnel ablehnten, war das Thema für die St. Galler Regierung vom Tisch. Sie wusste zwar, dass in Rapperswil-Jona dringender Handlungsbedarf besteht. Sie wollte aber zuerst wissen, was die Wünsche der Stadt und der Bevölkerung sind.

Die Antwort ist nun abermals ein Tunnel. Der Vorschlag wird nun im Baudepartement im sogenannten 16. Strassenprogramm aufgenommen und geprüft: Die technische Machbarkeit, die Zeitachse und auch die Kosten werden angeschaut.

Das Projekt steht in Konkurrenz mit anderen Strassenbauprojekten. Bis wann ein erster Entscheid fällt, kann der St. Galler Baudirektor Willi Haag auf Anfrage des «Regionaljournals Ostschweiz» nicht sagen.

Kanton Schwyz hat Bedenken

Auf der anderen Seite des Seedamms, auf der Schwyzer Seite, also dort, wo der Tunnel heraus kommen würde, zweifelt man daran, ob der Tunnel wirklich die gewünschte Verkehrsentlastung bringt. Man werde sich zwar gesprächsbereit zeigen. Allerdings gebe es noch viele Fragzeichen. Der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth zeigt sich pessimistisch gegenüber der Rapperswiler Tunnellösung.