St. Gallen schaut nach Bern wegen Pendlerabzug

St. Galler Autofahrerinnen und Autofahrer sollen in Zukunft nur noch 3000 Franken im Jahr für ihren Arbeitsweg von den Steuern abziehen können. 13 Millionen Franken will der Kanton so pro Jahr zusätzlich einnehmen. Doch zuerst muss das nationale Parlament einem ähnlichen Vorschlag zustimmen.

Verkehr auf der Autobahn

Bildlegende: Auto-Pendler haben wenig Freude am Vorschlag. Keystone

Der Nationalrat berät am Dienstag als Zweitrat die Finanzierungsvorlage zum Bahnausbau (FABI/STEP). In dieser ist ein Vorschlag von Verkehrsministerin Doris Leuthard enthalten. Dieser will den Pendlerabzug für Autofahrer – analog zu St. Gallen – auf 3000 Franken im Jahr beschränken.

Das St. Galler Kantonsparlament hat auf kantonaler Stufe dasselbe entschieden. Der Entscheid war ein wichtiger Teil des zweiten Sparpakets, das Mehreinnahmen und Minderausgaben in Millionenhöhe ab 2013 vorsieht. 13 Millionen Franken sollen so zusätzlich pro Jahr in die Kantonskasse fliessen.

Eingeführt ist diese neue Regelung im Kanton St. Gallen aber noch nicht. Die Mehreinnahmen sind nur durchsetzbar, wenn auch der Nationalrat so entscheidet und auf nationaler Stufe das Steuergesetz angepasst wird.