St. Gallen schränkt verdichtetes Bauen ein

Vor einigen Jahren lockerte die Stadt St. Gallen die Bauvorschriften. Damit sollte verdichtetes Bauen ermöglicht werden. Nun hat das Stadtparlament am Dienstag die Vorschriften wieder verschärft. Verdichtetes Bauen sei nicht überall sinnvoll.

Am Beispiel des Quartiers Rotmonten zeige sich, dass grosse Häuser nicht überall verträglich seien. Das sagt CVP-Stadtparlamentarier und Architekt Daniel Stauffacher. Deshalb hat er einen Vorstoss lanciert, um die Bauvorschriften wieder zu verschärfen. Das Stadtparlament hat die revidierte Bauordnung am Dienstag gutgeheissen.

Im Extremfall war es bisher möglich, dass neben einem kleinen Einfamilienhaus aus den 30er-Jahren ein Block mit sechs Wohnungen zu stehen kommt. Dies wird nun wieder eingeschränkt. Es gibt strenge Ortsbildschutzzonen, damit der Charakter gewisser Quartiere erhalten bleibt. Zudem gibt es Zwischenzonen, wo gewisse Bauten möglich sind, aber nicht alles.

Der Vorstoss sei nicht gegen das verdichtete Bauen gerichtet, betont Stauffacher. Verdichtetes Bauen ist an vielen Orten der Stadt nach wie vor möglich und erwünscht. Je näher am Stadtzentrum, desto eher wird auch grösser gebaut.