St.Gallen schreibt Kulturstipendium erneut aus

Bis Ende November konnten sich St.Galler Kulturschaffende für einen halbjährigen Atelieraufenthalt in Berlin bewerben. Zwei Dossiers gingen ein. Trotzdem verlängert die Stadt St.Gallen jetzt die Bewerbungsfrist, weil die Frist zu kurz gewesen sei.

Residenzatelier Berlin

Bildlegende: Residenzatelier Berlin: Die Kulturwohnung teilen sich St.Gallen, Thun und Winterthur. ZVG

Zusammen mit den Städten Thun und Winterthur unterhält St.Gallen ein Künstleratelier in Berlin. Vom 1. August 2015 bis 31. Januar 2016 steht es Kulturschaffenden mit Wohnsitz in St.Gallen zur Verfügung. Auf eine Ausschreibung in den St.Galler Medien haben sich zwei Kulturschaffende fristgerecht um das Stipendium beworben. Trotzdem schreibt die Stadt das Stipendium nochmals aus – was in Kulturkreisen für Unmut sorgt.

Kristin Schmidt, Co-Leiterin der Fachstelle Kultur, begründet die neue Ausschreibung mit der zu kurz angesetzten Bewerbungsfrist. «Wir sind sicher, dass wir noch mehr Bewerbungen bekommen können», so Schmidt. Die erneute Ausschreibung bedeute nicht, dass die eingegangenen Bewerbungen schlecht gewesen seien.

Mit dem Atelieraufenthalt ist ein Lebenskostenbeitrag von monatlich 1000 Franken verbunden. Zur Bewerbung eingeladen sind künstlerisch Tätige aus den Bereichen bildende und angewandte Kunst, Fotografie, Video, Film, Musik, Theater, Tanz und Literatur.