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Ostschweiz St.Gallen setzt wieder auf Zivilschützer in der Asylbetreuung

Seit einigen Tagen betreuen Zivilschützer die Asylbewerber in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann. Im Kanton St. Gallen gab es dies zuletzt vor bald 20 Jahren. Eine lehrreiche Herausforderung, sagen Zivilschützer.

Eine besondere Vorbereitung habe es nicht gegeben, sagt Thomas Bischof. Er ist seit zwei Wochen in Alt St. Johann im Einsatz, um Asylbewerber zu betreuen. Es sei zwar ein Sprung ins kalte Wasser gewesen, es funktioniere aber sehr gut.

14 Asylbewerber sind derzeit in der Zivilschutzanlage untergebracht, bis zu 80 könnten es in den nächsten Monaten sein. Sechs Zivilschützer sind derzeit für die Betreuung eingeteilt. Hauptaufgabe ist die Beschäftigung der Asylbewerber - unter anderem mit Deutschstunden oder Spaziergängen. Auch die Erklärungen zum Tagesablauf gehörten dazu.

Das sei aus sprachlichen Gründen nicht immer ganz einfach, so Bischof. Aber irgendjemand verstehe immer, was gemeint sei, und könne für andere übersetzen. Für Bischof ist es aber nicht nur ein Betreuungsjob: Häufig entstehen Gespräche, in denen die Geschichte der Asylsuchenden thematisiert wird.

Die Asylunterkunft ist temporär. Spätestens Ende Januar wird sie wieder geschlossen. Gemeindepräsident Rolf Züllig glaubt, dass dann alle ein positives Fazit ziehen werden. Es seien auch bereits Beschäftigungsangebote aus der Gemeinde eingegangen. Etwa Schneepfähle für den Winter stecken.

Zusätzliche Wohnungen nötig

Zur Zeit kommen die meisten Asylsuchenden aus Syrien und Eritrea. Da in diesen Ländern Krieg herrscht, werden sie nicht zurück geschickt. Das führt dazu, dass die Wohnungen in den Gemeinden länger besetzt sind. Der St. Galler Gemeindeverband rechnet damit, dass bis Ende Jahr 100 zusätzliche Wohnungen benötigt werden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Das Ziel muss es sein, dass jene, die Scheinasylanten unbedingt in A haben möchten, dafür selber mit Finanzen und Unterkunft aufkommen müssen. Auf Kosten der Steuerzahler Humanität und Solidarität vorzuspielen ist doch gar etwas billig.
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