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Ostschweiz St. Gallen und Thurgau machen keinen Gewinn durch Staatsanleihen

Der Kanton Graubünden hat einen Kredit, eine sogenannte Staatsanleihe, von 250 Millionen Franken aufgenommen. Diese hat er zu einem höheren Zinssatz direkt wieder angelegt. So macht er einen Gewinn von fünf Millionen Franken in den nächsten zwölf Jahren. Für St. Gallen und Thurgau kein Thema.

Bündel von Tausendernoten
Legende: Ein attraktives Modell: Einen Kredit zu einem tiefen Zinssatz aufnehmen, das Geld zu einem höheren wieder anlegen und so einen Gewinn machen. Keystone

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat vor einem Jahr eine Staatsanleihe in der Höhe von 50 Millionen Franken aufgenommen. Diese Staatsanleihe gibt er weiter an den Ausserrhoder Spitalverbund, welcher dem Kanton gehört. Das macht er zu einem höheren Zinssatz und macht so Gewinn. Finanzdirektor Köbi Frei: «Die guten Konditionen für Kredite, die der Kanton hat, muss man nutzen.»

Auch der Kanton Thurgau nimmt Staatsanleihen auf und gibt sie an eigene Institutionen weiter. Dies jedoch zum gleichen Zinssatz, sagt Finanzdirektor Jakob Stark. So macht der Kanton kein Gewinn. «Der Kanton soll nicht als Bank funktionieren.»

Der Kanton St. Gallen will seine Liquidität im Moment für die kommenden Spitalbauten verwenden, sagt Urs Bernhardsgrütter vom Amt für Finanzdienstleistungen. «Ausserdem wollen wir unseren guten Credit Rating-Wert nicht durch eine Staatsanleihe drücken.»