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Ostschweiz St. Gallen: Vier ambulante Gesundheitszentren statt Spitäler

Die IHK St. Gallen-Appenzell hat eine Studie verfassen lassen, welche die künftige St. Galler Spitalpolitik aufzeigt. Dieses Papier sieht Neubauten statt Sanierungen und weniger Spitäler dafür ambulante Gesundheitszentren vor.

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Legende: Die IHK stellt eine eigene Variante der St.Galler Spitalplanung vor. Keystone

Die Studie ist eine Art Gegenentwurf zur Absicht der St. Galler Regierung. Diese legt ein fast 1 Milliarde teures Sanierungspaket der Spitäler vor. Sie plant, die neun kantonalen Spitäler für 930 Millionen Franken zu erneuern und spricht von einem «Generationenprojekt». An den neun Spitalstandorten will die Regierung festhalten.

Die Studie ist ausgewählten bürgerlichen Kantonspolitikern heute vorgestellt worden. Anfangs Woche wird sie im Detail veröffentlicht. Zum Inhalt wollte sich die IHK auf Anfrage vom Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF deshalb noch nicht äussern.

In der Zusammenfassung der Studie heisst es, dass die Gesamtkosten für die Spitalerneuerung im Kanton St. Gallen zwar nicht günstiger käme als im Vorschlag der Regierung. Hingegen könnte mit dem gleichen Geld mehr erreicht werden und der Betrieb würde effizienter und moderner.

Gesundheitszentren statt Spitäler

Die Studie bevorzugt eine Lösung, in der die bestehenden Spitäler in Rorschach, Altstätten, Flawil und Walenstadt stillgelegt werden. Sie sollen durch ambulante Gesundheitszentren ersetzt werden. Das übrigen Spitäler sollen saniert oder abgerissen und neu gebaut werden. So würden die eigentlichen Spitalaufgaben noch mehr zentriert.

Die Politiker wollten sich auf Anfrage des Regionaljournal Ostschweiz von Schweizer Radio SRF zu den Vorschlägen noch nichts sagen. Erst nächste Woche wollen sich die bürgerlichen Fraktionen gemeinsam zur IHK-Studie äussern. Die Regierung und auch die linken Parteien wurden von der IHK nicht zur Präsentation der Studie eingeladen.

Quadriga

Heute sind die kantonalen Spitäler nach dem Modell «Quadriga» (Vierspänner«) organisiert: St. Gallen, Rorschach und Flawil bilden eine Spitalregion, Wil und Wattwil eine zweite, das Spital Linth in Uznach die dritte; zur vierten Region gehören Altstätten, Grabs und Walenstadt. Die Spitäler beschäftigen rund 7400 Mitarbeitende.

Geht es nach der Regierung, soll sich der Kantonsrat Anfang 2014 mit der 930-Millionen-Vorlage. Ende nächsten Jahres soll das Volk darüber entscheiden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Dr.Walter Felix Jungi, Kirchhalde 7, 9300 Wittenbach
    Ein sehr willkommener Beitrag zur Diskussion über die Zukunft unserer Spitäler! Wie kann ich an den Bericht kommen? Als Alt-Kantonsarzt wäre ich sehr interessiert, den ganzen Text zu kennen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Info-Veranstaltung von nächstem Montag. Können Sie mir den Bericht ev. auf Papier zustellen? Ich kann z.Zt. nichts aus dem Internet ausdrucken. Vielen Dank und freundliche Grüsse Dr.Felix Jungi
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