St. Gallen will Lehrplan 21 durchpauken

Ende Jahr läuft die Vernehmlassung für den Lehrplan 21 ab. Bei der zuständigen Erziehungsdirektoren-Konferenz sind bereits viele kritische Rückmeldungen eingegangen. Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker will sich dafür einsetzen, dass es trotzdem keine Verzögerung gibt.

Informatik-Unterricht

Bildlegende: Die Geister scheiden sich unter anderem an der Frage, ob es mehr Informatik-Unterricht braucht. Keystone

Der Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren, der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler, rechnet mit einer Verzögerung bei der Einführung des Lehrplans 21. Das äusserte er gegenüber Radio SRF. Laut Zeitplan müsste der Lehrplan im kommenden Herbst fertiggestellt sein und dann ab 2015 in den Kantonen eingeführt werden.

Der St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker will eine Verzögerung verhindern. Man habe jahrelang an diesem gemeinsamen Lehrplan gearbeitet. Nun müsse man das Papier mit Hochdruck überarbeiten, sagte er auf Anfrage der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Kölliker sieht zwar keinen direkten Nachteil, wenn der Lehrplan erst später eingeführt würde. Es habe aber im bisherigen Prozess genug Verzögerungen gegeben.