St. Gallen will Velos mehr Platz geben

Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sollen künftig vermehrt auf den Busspuren in der Stadt St. Gallen verkehren dürfen. Das hat der Stadtrat am Dienstag im Stadtparlament erklärt. So soll der Langsamverkehr gefördert werden.

Velo und Buszeichen auf Asphalt

Bildlegende: An gewissen Stellen dürfen Velos in der Stadt St. Gallen auf der Busspur fahren. SRF

Mit der Annahme der Städteinitiative vor knapp fünf Jahren hat die Stadt die Pflicht, den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr zu fördern. Deshalb wolle man den Fahrradfahrern mehr Platz geben, sagte Bauvorsteherin Patrizia Adam im Stadtparlament. Allerdings dürfe dadurch der Busverkehr nicht eingeschränkt werden.

Deshalb will die Stadt weitere Busspuren für Fahrradfahrer öffnen, aber nicht alle. Bei schmalen Spuren und an Stellen, wo die Geschwindigkeit höher ist, soll die Busspur für Fahrräder weiter tabu bleiben. So soll der Busfahrplan nicht gestört werden und auch die Sicherheit der Fahrradfahrer soll nicht aufs Spiel gesetzt werden.

SP und Grüne kritisierten den Bericht. Es müssten überall Lösungen gefunden werden. Die Velofahrer hätten in der ganzen Stadt viel zu wenig Platz. Das sei ein grosses Sicherheitsproblem.