St. Galler Autobahn-Entlastung verzögert sich

Die Stadtautobahn ist überlastet. Mit einer Teilspange soll die Kapazität erhöht werden. Im September hätte entschieden werden sollen, welche Variante bevorzugt wird. Für den Entscheid braucht es noch mehr Abklärungen. Bei der St. Galler Regierung ist man enttäuscht über die Verzögerung.

Tunneleinfahrt

Bildlegende: Unter der Woche fahren jeden Tag rund 78'000 Fahrzeuge auf der St. Galler Stadtautobahn zwischen Winkeln und Neudorf. ASTRA

Der Entscheid verzögert sich voraussichtlich bis November, schreibt der Kanton St. Gallen in einer Mitteilung. Bis dann sollten die Detailabklärungen abgeschlossen sein.

Für die Engpassbeseitigung auf der Autobahn A1 ist auf dem Gebiet der Stadt St. Gallen eine dritte Röhre mit Teilspange vorgesehen. Derzeit werden verschiedene Varianten der Linienführung geprüft. Mit der dritten Röhre soll die Kapazität auf den kritischen Abschnitten im Stadtgebiet auf der A1 erhöht werden. Ausserdem soll mit der Teilspange eine Strassenverbindung zwischen der Autobahn und dem Gebiet südlich der Bahngleise geschaffen werden, um den heutigen Anschluss Kreuzbleiche zu entlasten.

Die Autobahn-Teilspange ist umstritten

Ein Komitee für eine fortschrittliche Verkehrspolitik, dem die SP, die Grünen und Vertreter des VCS und von Pro Velo angehören, hat eine Initiative gegen den Autobahnzubringer gestartet. Innerhalb von drei Monaten kamen 1000 Unterschriften zusammen. Der Stadtrat hat die Initiative «Für ein lebendiges Areal Güterbahnhof ohne Autobahnanschluss» für zulässig erklärt.