St. Galler Basis-Strom ist ein Erfolg

Vor zwei Jahren wechselten die Sankt Galler Stadtwerke das Stromangebot. Neu enthält das Grundangebot weniger Atomstrom. Eine Studie der Universität St. Gallen zeigt, dass dieser Wechsel gut ankommt.

Solaranlage auf dem Schulhaus Grossacker

Bildlegende: Auf dem Dach des Schulhauses Grossacker im Osten von St. Gallen wird eine Solaranlage gebaut. SRF

Vor drei Jahren beschlossen die St. Gallerinnen und St. Galler den schrittweisen Atomausstieg. Einen ersten Schritt haben die Sankt Galler Stadtwerke vor zwei Jahren getan, als sie das Grundangebot mit einem Anteil von 70 Prozent Atomstrom veränderten. Seither enthält der Basis-Strom nur noch einen Drittel Atomstrom - und dieser soll in den kommenden Jahren stetig sinken. Da der neue Strommix teurer ist als der bisherige, waren die Verantwortlichen der Stadtwerke gespannt, ob der umweltfreundlichere Mix bei den Kunden ankommt - oder ob viele wieder zum bisherigen Angebot zurück wechseln wollen.

80 Prozent wollen weniger Atomstrom

Eine Studie der Universität St. Gallen zeigt nun, dass 80 Prozent der Kunden den Wechsel akzeptieren, zehn Prozent bevorzugen sogar einen Mix, der ohne Atomkraft auskommt. Ebenfalls zehn Prozent wechselten zurück zum bisherigen Kernstrom-Mix. Die Studie von Sylviane Chassot ist in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins «OrganisationsEntwicklung» erschienen.