St. Galler Bauern meistern Online-Umstellung

St. Galler Landwirte müssen ihre Gesuche für Direktzahlungen neu per Internet einreichen. Rund 40 «Internethelfer» vom Bauernverband haben Bauern im ganzen Kanton unterstützt. Erfolgreich.

Sicht von einem Traktor auf ein Feld

Bildlegende: Wie viel Fläche, wie ist die Bewirtschaftung, wie viel Tiere: Diese Informationen tragen die Bauern nun online ein. zvg

Im Gegensatz etwa zu den Steuererklärungen gibt es für die Landwirte seit 2014 ein Obligatorium. Bisher habe man die schriftlich eingereichten Gesuche ins System eintippen müssen, nun übernähmen dies die Bauern, sagt Hansjakob Zwingli, Leiter der Direktzahlungen im Kanton St. Gallen. Damit gebe es eine Fehlerquelle weniger. Es gehe schneller und direkter.

Probleme gemacht hätten nur Bauern, die selber kein Internet haben und auch niemanden kennen, der das Internet benutzt. Von diesen Fällen gäbe es aber nur sehr wenige, betont Hansjakob Zwingli.

«Internethelfer» auf Anfrage

Für «Internetneulinge» hat der St. Galler Bauernverband eine Gruppe von «Superusern» zusammengestellt. Rund 40 Landwirte haben sich bereit erklärt, bei der Online-Umstellung aktiv mitzuhelfen. Die Nachfrage im Kanton war gross, sagt Geschäftsführer des St. Galler Bauernverbandes Andreas Widmer. 600 Bäuerinnen und Bauern hätten die Hilfe in Anspruch genommen, das entspreche fast 20 Prozent aller Landwirte im Kanton.

Die «Internethelfer» wurden beim Kanton kurz ausgebildet und helfen nun wo sie gebraucht werden. Die Dienstleistung war dieses Jahr noch gratis, nächstes Jahr kostet der Service.