St. Galler Firmen fehlt der Nachwuchs

Fast 1100 Lehrstellen sind im Kanton St. Gallen zurzeit noch frei. Es gibt dagegen aber nur rund 250 Jugendliche, welche nach dem Schulabgang diesen Sommer noch keine Beschäftigung haben. Der Grund sind rückläufige Schülerzahlen.

Fahrradmechanikerin

Bildlegende: Über 95 Prozent der Schulabgänger haben im Kanton St. Gallen eine Anschlusslösung. Keystone

Der Kanton St. Gallen führt bei den Schulabgängern jedes Jahr eine flächendeckende Umfrage durch. Die meisten absolvieren nach der dritten Oberstufe eine Lehre. Dieses Jahr sind es 74,3 Prozent. Die Mittelschülerinnen und -schüler sind nicht in die Umfrage einbezogen, weil sie im Normalfall bereits ab der zweiten Oberstufe in die Kantonsschule übertreten.

Die hohe Zahl an freien Lehrstellen sei ein Problem für die Wirtschaft, sagt Ruedi Giezendanner vom St. Galler Amt für Berufsbildung. «Den Unternehmen fehlt so der Nachwuchs.»

Um die Lehrstellen zu besetzen, würde bei den Ansprüchen eher ein Auge zugedrückt, meint Giezendanner.Das ist ein Vorteil für Abgänger von Kleinklassen und Brückenangeboten, weil sie eher eine Lehrstelle finden.