St. Galler Hausbesitzer müssen Häuser selber in Schuss halten

Die Gebäudeversicherung behält sich ab nächstem Jahr vor, die Beiträge bei Schäden durch Sturm, Hochwasser oder Hagel bis um die Hälfte zu kürzen, wenn der Hausbesitzer sein Haus nicht selbst schützt. Damit soll ein weiterer Anstieg von Schäden vermieden werden.

Keller, der überflutet war, Chaos

Bildlegende: Hausbesitzer müssen ihre Liegenschaft in Zukunft selbst vor Überschwemmungen schützen. Keystone

Bei 85 bis 90 Prozent der Fälle waren in den letzten Jahren Hochwasser, Hagel und Sturm die Ursache der Schäden.Die Elementarschadensumme betrug 2015 im Kanton St. Gallen 11,5 Millionen Franken. Die heftigen Niederschläge von Mitte Juni verursachten beträchtliche Überschwemmungsschäden.

Die globale Klimaveränderung, Bauen an ungünstigen Standorten und die Verwendung von schadenempfindlichen Materialien seien die Hauptgründe für die Zunahme, sagte Renato Resegatti, Direktor der Gebäudeversicherung (GVA) des Kantons St. Gallen.

Versicherte riskieren Leistungskürzungen

Werden die Vorsorgepflichten künftig verletzt, riskieren die Versicherten, dass ihnen die Versicherungsleistungen um bis zu 50 Prozent gekürzt werden, erklärte Resegatti.

Die Versicherten erhalten eine Vorlaufzeit, die Massnahmen kommen ab 2017 zur Abwendung. Die GVA unterstützt die Hauseigentümer bei der Umsetzung mit Informationen, Beratungen und Beiträgen. In der nächsten Woche erhalten die Versicherten mit der Prämienabrechnung einen Flyer mit den wichtigsten Neuerungen.